„Zeit für eine Schale Tee“
Momente des Gedenkens und Innehaltens – Einführung in den japanischen Teeweg CHADO
In der Tradition des Chado ist es üblich, für Verstorbene Gedenk-Teezeremonien abzuhalten. Der ganze Rahmen der Temae, der Teezeremonie, ist auf das Andenken ausgerichtet. Der Ort des Treffens wird sorgfältig ausgesucht. Die Auswahl der Schriftrolle in der Tokonoma, der Bildnische, die Anordnung der Teeblumen und die Auswahl der Teegeräte spiegeln den Anlass der Zusammenkunft wider.
Wa, kei, sei, jaku – Harmonie, Hochachtung und Ehrfurcht, Reinheit, Stille und Gelassenheit sind der Geist der Japanischen Teezeremonie, der Zubereitung und das Teilen einer Schale Tee. Das Prinzip ichie-ichigo lässt uns die Einzigartigkeit jeder Begegnung erkennen. In der Langsamkeit der Zubereitung, im Annehmen der warmen Schale entsteht Raum für Gedanken, für Trauer und Dankbarkeit. Der Tod wird nicht erklärt und nicht bewertet. Er darf einfach da sein. Der Tee-Weg vermittelt im Anbieten und Entgegennehmen einer Schale Matcha-Tee die Schönheit und Würde menschlicher Beziehungen. Tee verlangt keine Worte, kein Wissen und kein Bekenntnis. Schweigen ist ebenso willkommen wie das leise Dasein nebeneinander. Nach einer kurzen Einführung erleben Sie die Teezeremonie Usucha nach Tradition der Urasenke-Schule, Kyoto.
Peter Kaltenbach, langjähriger Tee-Schüler und Übender, lädt Sie ein, seine Gäste zu sein, vor Ihren Augen Ihre Schale Tee
aufzuschlagen und Augenblicke der Stille und des Innehaltens zu teilen.
Am Freitag, 13.11.2026, 19.00 Uhr, HORIZONTE AUF DER HAID, Anmeldung erforderlich unter info@horizonte-haid.de



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