Menschenbetrachtung
Im Umkreis des Todes eines Menschen kommen uns oft tiefe Fragen. Und ein Rätsel kann uns der Mensch überhaupt sein. Ein Rätsel, das uns täglich beschäftigt. Begegnen wir einem Menschen, erhalten wir fortwährend Eindrücke. Doch können wir sie auch befriedigend fassen? Sie entgleiten uns oft, weil wir die Zeit nicht finden, sie in unserer Seele nachklingen zu lassen. An diesem Punkt setzt die Menschenbetrachtung an. Durch geduldige Beobachtung und den Austausch im Gespräch entsteht ein Raum der Aufmerksamkeit, in dem das Wesen eines betrachteten Menschen allmählich in Erscheinung tritt. Gehen, Stehen, Blicken – diese grundlegenden Vorgänge menschlicher Präsenz werden allmählich durchsichtig für die unverwechselbare Signatur, mit der uns der jeweilige Mensch entgegenkommt.
Alexander Schaumann, Bochum, frei schaffender Künstler und Dozent für Anthroposophie, Beobachtungsübungen an Mensch und Natur, für Malerei und Kunstgeschichte. Tätig in der Erwachsenenbildung und in der Waldorferzieherausbildung in NRW und China.
Am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 19.00 Uhr in HORIZONTE AM MOOSWEIHER, Eintritt frei, Spenden sind willkommen



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